Monatsarchiv: Februar 2012

2 Tage später: Immer noch nichts! Ein Leser und mehr nicht!

Es kam, wie es kommen konnte, vielleicht auch musste. Aber das Hoffen bleibt einem ja immer. Windmühlenflüge im Sturm. Es passierte jedoch rein gar nichts. Ein Leser. Nur ein Leser. Hoffentlich war es überhaupt ein Leser und nicht jemand, der sich verklickt hatte.

Ein paar Tage verbrachte ich damit zu überlegen, was ich machen konnte, um den Verkauf irgendwie anzukurbeln. Weder besaß ich einen facebook-account mit Hunderten von Freunden, noch führte ich einen Blog, noch hatte ich irgendeinen Weg der Vermarktung. Die galt es irgendwie zu erschließen, auch wenn ich mich als Autorin wirklich nicht als Geschäftsfrau sehe. Aber es blieb mir ja nichts, denn ich habe damit angefangen, um Leser zu finden. Das sollte es nicht gewesen sein.

Darum meldete ich mein eBook bei Amazon KDP Select an. Ein Programm bei dem eBooks über ein Abo von Lesern ausgeliehen werden kann. In Deutschland läuft es meines Erachtens noch nicht wirklich, zumindest hat bis jetzt noch niemand mein Buch ausgeliehen. In den USA muss es wohl recht gut laufen, da der Etat, der monatlich an Autoren ausgeschüttet wird mittlerweile bei 6 Mio. Dollar für 2012 liegt. Jedenfalls hat man dann auch zusätzlich die Möglichkeit sein eBook für 5 Tage kostenlos anzubieten und da wurde es für mich eigentlich interessant.

Ich stellte mein Buch zunächst für 2 Tage kostenlos ein und dann geschah etwas: Die Verkaufszahlen kletterten hoch. Endlich hatte ich meine Leser oder hoffte zumindest darauf, denn ob jemand das kostenlose Buch liest, weiß man ja leider letztendlich nicht. Nach einem Tag waren über 100 Downloads im Verzeichnis und sie kletterten stündlich höher.

Was mich interessiert und was ich auch immer noch nicht abschließend heraufinden konnte ist, ob das gute Ranking, welches man durch so eine kostenlos Aktion durchaus erzielt, die Verkaufszahlen auch erhöht, wenn die Aktion vorbei ist.
Vielleicht hat jemand von euch da draußen hier schon Erfahrungen gemacht!?

www.christina-deimel.de

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Veröffentlichen mit Amazon Kindle Direct Publishing

Am 05. Januar ging also mein erstes eBook online. Zuvor musste ich einige Schritte bewerkstelligen:

1. Formatierung des Buches in mobi (Amazon Kindle-Format) mit Calibre
2. Anmeldung bei Amazon Direct Publishing
3. Hochladen des eBooks
4. Beobachten der Verkaufszahlen

zu 1: Hierzu möchte ich mich lieber kürzer halten, denn es gibt schon genug Stellen, wo man dieses nachlesen kann. Zum Beispiel das schon genannte Werk von Tischner: Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen. Wenn ihr weitere Stellen habt, könnt ihr die Links gerne als Kommentar posten.

zu 2: Die Anmeldung verläuft amazonlike relativ einfach. Man gibt seine Adresse an und sollte sich nicht davon abschrecken lassen, dass dort zunächst steht, dass eine Umsatzsteuernummer benötigt wird. Denn schaut man im Feld der Länder, sieht man, dass dort amazon.com als Standard definiert ist. Also „amazon.de“ anklicken und mit der Anmeldung fortfahren. Wichtig ist zu wissen, dass für die amazon-Seiten .fr .com .es etc. nur via Scheck bezahlt wird. Überweisungen erhält man vom deutschen Portal, wenn man in einem Monat mehr als 10,00 Gewinn gemacht hat (Vorsicht: Die Auszahlung wird erst 6 Wochen später überwiesen).

zu 3: Nach erfolgreicher Anmeldung kann man nun sein eBook hochladen. Zunächst erhielt ich den Status in Bearbeitung. Man sollte aufpassen, dass man alle wichtigen Angaben richtig macht, denn bei jeder Änderung geht das Buch erneut in die Überprüfung und der Status stellt sich auf „In Bearbeitung“. Nach ca. 1-2 Tagen erhält das Buch dann den Statur „live“. Über die amazon.de-Suche könnt ihr euer Buch nun finden. Ein schönes Gefühl! Mein erster Leser!

zu 4: Nun wird es spannend oder auch nicht. Ich habe mehrmals am Tag den Autoren-Account gestartet, um zu sehen, ob nun schon jemand das Buch heruntergeladen hat. Es passierte jedoch rein gar nichts! Nichts! Hm, funktioniert das etwa nicht? So, das kann man schnell überprüfen. Ihr wisst sicherliche wie. Gut, ich gebe es zu. Ich habe mein eigenes eBook gekauft. Ein Mal! Nicht häufiger! Nur ein Mal! Das Resultat ließ sich schnell überprüfen, es lag nicht an der Technik. Nein, das Buch kaufte einfach niemand. Wurde es denn gefunden? Am zweiten Tag endlich ein Erfolgserlebnis. Das Buch war einmal verkauft. Endlich :-)!

Es begann alles ganz schleppend. Nicht schlecht, aber wahrlich auch nicht gut. Irgendwas musste ich machen? Ich suchte auf vielen Internetseiten, um die Wege zum Erfolg zu finden.

Sind das nur meine Erfahrungen oder teilt diese da draußen noch jemand?


Welcher Autor möchte keinen Verlag?

Die Antwort ist leicht, wobei es natürlich eine ganze Reihe von Einschränkungen gibt. Aber man kann sicherlich feststellen: Jeder Autor möchte einen Verlag! Natürlich würde auch ich ein gedrucktes Buch einem eBook vorziehen. Ein Verlag wäre ohne Zweifel toll (Nur ein Zuschussverlag sollte es auf keinen Fall sein.). Aber was mir immer noch lieber ist, sind Leser als gar kein Verlag und gar keine Leser. Ich freue mich regelrecht, dass es die Möglichkeit des eBooks gibt. Das Internet ist eine tolle Erfindung und ja, Konrad Zuse ist auch für mich ein Held. Heißt aber nicht, dass ich nicht über Jahre jeden Sommer mit Stift und Papier auf einer einsamen Alphütte in den Schweizer Bergen um Wochen gesessen habe, um meine Romane zu schreiben. Dennoch bin ich froh so wie es ist: freue mich an eBooks, internet und dem Worte-Verarbeitungsprogramm. Nur einen Verlag, den hätte ich schon gern.

Nun komme ich zurück zum eigentlichen Thema dieses Blogs. Denn wer hat sie nicht in den Ohren, die Erfolgsgeschichten von Autoren, die über selbstveröffentlichte eBooks zu einem „echten“ Verlag gekommen sind. Ist es wirklich möglich oder sind es Ringeltauben, Einzelschicksale im weiten Sumpf? Ich werde dieser Frage in den nächsten Wochen/Monaten nachgehen. Vielleicht mit einer Erfolgsgeschichte, vielleicht auch nicht. Wir werden sehen.

Und nun, noch einen schönen Tag und viel Inspirationen bei allem was Ihr angeht!


Erstellen meines 1. eBooks

Kurz vor Weihnachten 2011 fing ich an mich mit Kindle von Amazon näher zu beschäftigen und ich beschloss es zu versuchen. Der einzige Gedanke war, vielleicht finde ich dort Leser. Eine Kurzgeschichten (immerhin 25 MS-Seiten) schien mir der richtige Stoff, um den Anfang zu machen. Ich lud mir zunächst selber ein eBook herunter und zwar:

Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen von W. Tischner

 
Es ist jedem zu empfehlen, der seinen Weg zum Autor/zur Autorin mit eBooks finden will und nicht das Geld hat für professionelle Dienste, die es im Internet durchaus zahlreich gibt. In diesem eBook ist gut beschrieben, was man beachten muss, wo Fettnäpfchen versteckt sind und es gibt viele Links zur benötigten Software. Die 2,99 Euro für das Werk von Wolfgang Tischner sind es in meinen Augen wert.

Mein erstes eBook hat den Titel „Après l’ondée – Nach dem Regenschauer“. Es handelt sich dabei um einen Kurzkrimi, der im Sauerland spielt. Das mag für manche komisch sein und auch für mich nur ein schriftstellerischer Exkurs, aber da bin ich nun mal geboren und aufgewachsen. Ich kann hinter der Geschichte also vollends stehen und das war mir von Anfang an wichtig. Das eBook sollte eine Runde Sache werden, denn rein theoretisch könnte es ja sein, dass es um die Welt geht oder zumindest durch den deutschsprachigen Raum.

Erstellt habe ich das eBook mit Calibre. Mittlerweile gibt es ein Update, welches ich befürworte, denn die Einflussmöglichkeiten auf das Produkt sind nun umgangreicher. Es ist nicht ganz leicht, immer wieder tauchten Formatierungen auf, die so nicht geplant waren, aber nach einigen Stunden stellte ich mein erstes eBook samt Cover fertig.

Die Geburtsstunde stand bevor!

Seit dem 05. Januar 2012 ist mein Ebook auf amazon.de erhältlich.


Vom Schreiben und Veröffentlichen

Irgendwann einmal vor vielen Jahren, gefühlten Jahrzehnten, ich saß noch an einem Aldi-PC in meiner kleinen Dortmunder Studentenbude, schwor ich mir, nicht mit den Bewerbungen bei Verlagen aufzuhören, bevor ich nicht einen Ordner voller Absagen habe. Der Ordner füllte sich mit den Jahren. Ein, zwei Fast-Veröffentlichungen, einige kleine Veröffentlichungen, aber die Romane lagen dort, wohin ich sie nach der Fertigstellung und hundert verschickten Exposés mit Leseprobe hingelegt habe, in der Schublade. Es hat mir eigentlich nicht sehr viel ausgemacht, eine Absage nach der anderen zu kassieren. Schon, waren das keine Jubeltage, wenn der selbstadressierte Rückumschlag samt Autorenprofil und Leseprobe im Briefkasten lag, aber irgendwie habe ich mir gesagt: Nur dafür schreibst Du ja nicht! Sondern Du schreibst, weil es das ist, was Du machen musst. Was aus Dir raus muss, was irgendwohin muss. Aus dem Kopf, der kleinen Bude, der engen Stadt.

Die Jahre sind vergangen. Die Bude wurde zum Haus. Aus Dortmund wurde Nürnberg, aber Leser hatte ich deswegen immer noch nicht. Bis ich eines Tages Ende 2011 über die Veröffentlichungsmöglichkeit bei Kindle Amazon stolperte. Und damit begann eine spannende Zeit…

Dazu beim nächsten Mal mehr.


Hallo Welt!

Du hast nicht auf mich gewartet, aber hier bin ich :-)!


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